Die verschiedenen Stadien der Osteporose

Osteoporose: Den Knochenabbau ausbremsen

Weil der schleichende Knochenabbau anfangs kaum Beschwerden verursacht, wird Osteoporose häufig erst nach einem Knochenbruch oder bei Rückenschmerzen diagnostiziert. Neben einer medikamentösen Therapie ist dann ein massgeschneidertes Training wichtig, um Schmerzen zu lindern und Beschwerden vorzubeugen.

Ab dem 30. Lebensjahr nimmt unsere Knochendichte kontinuierlich ab. Besonders Frauen in der Menopause sind von einem Verlust der Knochendichte betroffen. So zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Osteoporose gar zu den zehn bedeutendsten Krankheiten! Umso besorgniserregender ist, dass 80 Prozent der Osteoporose-Patienten (gemäss Zahlen aus Deutschland) unbehandelt sind. Und selbst im Fall einer Behandlung sind es häufig die Betroffenen selbst, die ihre Therapie nur ungenügend einhalten.

Hanna W. hingegen ist topmotiviert. Ihre Diagnose wurde sechs Monate zuvor mittels bildgebenden Verfahrens gestellt. Einmal pro Woche geht sie seitdem zur ambulanten Osteoporose-Rehabilitation (OsteoFit) ins Physiozentrum des KSB. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Massgeschneidertes Osteoporose-Training

Die 62-Jährige ist noch fit und steht voll im Beruf. Entsprechend benötigt sie ein anderes Training als ältere Patienten, bei denen häufig die Sturzprophylaxe im Zentrum des Konzepts steht. «OsteoFit ist ein Programm, das individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten ist», erklärt Nicole Kolb vom Leitungsteam Physiotherapie am KSB. «Im Fall von Hanna W. ist aufgrund ihrer Schilddrüsenerkrankung ein gezielter Trainingsaufbau sehr wichtig. Mit dem Aufbau der Muskulatur soll ihre Belastbarkeit gesteigert werden. Zudem üben die einzelnen Trainingseinheiten Zug und Druck auf den Knochen aus. Ziel ist es, die Knochenqualität zu erhalten und den Knochenabbau zu verlangsamen.»

Neben ihrem wöchentlichen Krafttraining bewegt sich Hanna viel in ihrem Job als Psychiatriepflegefachfrau. Ausserdem hat sie sich ein Velo gekauft. Denn ausser Krafttraining sind auch Ausdauersportarten wie Walking, Wandern oder Velofahren empfehlenswert. «Studien zeigen, dass eine verbesserte maximale Sauerstoffaufnahme die Energieleistung in der Muskulatur verbessert. Das hat einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Im weiteren Sinne wird so auch die Knochendichte positiv beeinflusst, da die Person grundsätzlich aktiver ist. Das erhöht die nötigen Belastungen auf den Knochen bereits im Alltag», erläutert die Physiotherapeutin.

Gegen den Knochenabbau antrainieren

Nach Ablauf ihres 12-wöchigen Programms will Hanna im Physiozentrum weiter trainieren. Denn sie weiss, dass kontinuierliches Training wichtig ist, um den Knochenabbau zu verzögern. Nicole Kolb begrüsst diese Entscheidung sehr: «Osteoporose ist ein abbauender Prozess, der sich nicht aufhalten lässt. Durch lebenslanges Training, das besonders im Alter immer wichtiger wird, können wir die abbauenden Prozesse im Körper jedoch verlangsamen. Je länger wir also aktiv sind, desto weniger Probleme sind zu erwarten.»

Leiden Sie unter Osteoporose, oder möchten Sie präventiv etwas für Ihre Knochengesundheit tun? Die Physiotherapeuten am KSB beraten Sie gern.

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