Grafische Illustration von Salmonellen

Salmonellen – das ungewollte Sommersouvenir

Halbgares Poulet an der Grillparty oder mangelnde Hygiene in Hotelküchen – der Sommer bietet viele Gelegenheiten, sich mit Salmonellen anzustecken. Erfahren Sie, was Sie bei einer Infektion selbst tun können und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Eier, Milch, halbgares Poulet, ungekochter Fisch oder rohes Fleisch – all diese tierischen Produkte können Salmonellen enthalten. Grund dafür ist der Ursprung dieser Lebensmittel: Salmonellen sind Bakterien, die vor allem in Tieren vorkommen. Sind also das Huhn oder das Rind mit Salmonellen infiziert, sind es auch die Lebensmittel, die damit produziert wurden.

Mangelnde Hygiene oder falsche Zubereitung von Lebensmitteln sind die Hauptgründe für eine Ansteckung mit Salmonellen. Wenn diese Bakterien in unseren Körper gelangen, lösen sie eine sogenannte Salmonellose aus, eine Magen-Darm-Entzündung.

So vermeiden Sie eine Ansteckung mit Salmonellen

  • Achten Sie beim Kauf von tierischen Produkten wie Poulet, Eiern & Co. auf eine lückenlose Kühlkette.
  • Tauen Sie gefrorenes Fleisch in einer Schale auf und giessen Sie den Fleischsaft danach weg.
  • Beachten Sie das Verfallsdatum bei tierischen Produkten.
  • Erhitzen Sie Poulet, Eier und Eiprodukte ausreichend. Erst ab einer Temperatur von 70 °C über eine Garzeit von mindestens zehn Minuten lassen sich Salmonellen abtöten.
  • Waschen Sie sich nach jedem Toilettengang die Hände.

Symptome einer Infektion mit Salmonellen

Salmonellen gelangen immer über den Mund in den Körper. Die häufigste Ursache für eine Ansteckung ist eine Lebensmittelvergiftung durch befallene Produkte. Seltener stecken sich Betroffene durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren bzw. deren Ausscheidungen an. Möglich ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch.

Die Symptome der Salmonellose tauchen meist plötzlich auf: wässriger Durchfall, heftige Bauchschmerzen, Unwohlsein, Erbrechen und Kopfschmerzen. Die Patienten fühlen sich Stunden bis Tage nach der Infektion schwer krank. Betroffene leiden jedoch nicht unbedingt im gleichen Ausmass unter den gleichen Symptomen.

Behandlung der Salmonellose

Eine zuverlässige Diagnose der Salmonellose stellt der Arzt durch den Nachweis des Erregers, im Stuhl. Der Labortest ist allerdings nur bei schwersten Verläufen sinnvoll, da die Behandlung von Durchfallerkrankungen verschiedenster Erreger gleich abläuft.

Wie bei den meisten Magen-Darm-Entzündungen klingen die Symptome der Infektion nach ein bis zwei Tagen auch ohne spezielle Behandlung ab. Die wässrigen Durchfälle können zu einem grossen Wasser- und Salzverlust führen. Dies ist für Kleinkinder und Senioren sowie für sonst Geschwächte potenziell gefährlich. Darum sollte eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, Salz sowie etwas Zucker erfolgen. Dadurch erholen sich die Betroffenen schneller. Antibiotika sind nur in Ausnahmefällen nötig und würden zudem den Krankheitsverlauf tendenziell eher verlängern.

Wann man zum Arzt gehen sollte

Wer sich in einem guten Gesundheitszustand befindet, muss bei einer Infektion mit Durchfallerkrankung beispielsweise durch Salmonellen keinen Arzt aufsuchen. Risikopatienten wie Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen oder solche mit einer Immunschwäche sollten jedoch bei einem schweren Verlauf der Erkrankung einen Arzt konsultieren. Denn bei sehr heftigen und wässrigen Durchfällen verliert der Körper viel Wasser, was zu einem Schock führen kann, sofern die Flüssigkeit nicht ersetzt wird.

Das KSB-Notfallzentrum hilft

Leiden Sie an einer Durchfallerkrankung mit schwerem Verlauf und gehören Sie zu den Risikopatienten? Dann melden Sie sich im Zweifelsfall beim Interdisziplinären Notfallzentrum des KSB.

War dieser Artikel nützlich für Sie?
Ja Nein

Sie haben für diesen Artikel abgestimmt.

Sie haben gegen diesen Artikel gestimmt.

Newsletter Anmeldung