Hautkrebs: Untersuchung von Muttermalen

Hautkrebs: Schwarz-weisse Gefahr des Sonnenbadens

Hautkrebs ist ein häufiges Leiden. Nicht immer ist er gefährlich. Aber wenn, dann sollte man ihn so schnell wie möglich entfernen lassen. Einfache Tipps helfen, dem Krebs vorzubeugen.

Schwarz oder weiss, gut oder böse: Hautkrebs unterteilt man in diese zwei Kategorien. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Denn nicht nur die schwarze Variante ist gefährlich, auch die weisse kann es sein. Weisser Hautkrebs kommt häufiger vor und ist zwar meistens einfach heilbar. Aber wenn er zu tief ins Gewebe dringt, ist auch der weisse Hautkrebs lebensgefährlich. Der schwarze Hautkrebs ist aggressiver: Oft breitet er sich aus und befällt anderes Gewebe. Der grösste Risikofaktor für beide Arten ist starke Sonneneinstrahlung. Schwarz wie weiss treten denn auch meist auf den «Sonnenterrassen» des Körpers auf – also dort, wo die Sonnenstrahlung am stärksten auf die Haut einwirkt. Diese Stellen sind meistens Nasenrücken, Stirn, Ohrmuschel, Unterlippe sowie Hals, Handrücken und Unterarme.

Weiss vs. schwarz: Unterschiede erkennen

Hautkrebs verursacht meist keinerlei Symptome, egal ob schwarz oder weiss. Es lohnt sich aber, auffällige Stellen zu beobachten. Dies sind je nachdem schuppende Flecken, adrige Knötchen oder dunkle Erhebungen. Je früher man Hautkrebs erkennt, desto besser sind die Heilungschancen. Meist lassen sich die beiden Arten schon von blossem Auge unterscheiden.

Der weisse Hautkrebs erscheint nicht wirklich weiss. Die betroffene Stelle ist meist rötlich und rau. Oft wird sie als Wunde beschrieben, die einfach nicht heilen will. Man unterscheidet den weissen Hautkrebs weiter in Basaliom und Spinaliom – je nach Hautzellen, die betroffen sind. Meistens bildet diese Form keine Ableger und wächst langsam. Wenn man sie aber nicht behandelt, kann sie im schlimmsten Fall tödlich enden.

Schwarzer Hautkrebs, auch Melanom genannt, wirkt von Auge tatsächlich beinahe schwarz. Er ähnelt einem dunklen, knötchenförmigen Muttermal. Wichtig ist deshalb, dass Personen mit vielen Muttermalen ihren Körper besonders gut beobachten. Beim Beurteilen hilft das ABCDE-Schema. Die Buchstaben stehen für Asymmetrie, Begrenzung, Colour, Durchmesser und Evolution. Diese Merkmale geben einen Hinweis, ob es sich um ein harmloses Muttermal oder um Hautkrebs handelt. Trifft ein Merkmal zu oder das Muttermal verändert sich plötzlich, sollten Betroffene das Mal von einem Spezialisten untersuchen lassen.

Entfernen des Krebses

Beide Arten von Hautkrebs lassen sich operativ entfernen. Beim weissen Hautkrebs ist meistens keine weitere Therapie nötig. Beim schwarzen ist der weitere Verlauf davon abhängig, wie tief er sich schon in der Haut ausgebreitet hat. In fortgeschrittenem Stadium sind oft zusätzliche Behandlungen mit Medikamenten notwendig. Es ist zudem möglich, dass der Krebs bösartige Zellen in Lymphknoten oder Organen wie Leber oder Lunge gestreut hat. Dann sind meistens weitere Massnahmen erforderlich, etwa eine Strahlen- oder eine Chemotherapie.

Die Sonne als Hauptgefahr

Weisser wie auch schwarzer Hautkrebs entsteht, wenn die UV-Strahlen der Sonne auf die Haut treffen. Das kann die Erbsubstanz in den Zellen schädigen. Bei Kindern ist das Ausmass grösser, da ihre Haut sensibler ist. Der Körper kann die Schäden nur teilweise selbst reparieren. Einzelne Zellen bleiben beschädigt. Mit den Jahren häufen sie sich an und können sich zu Krebszellen entwickeln. Besonders gefährdet sind blond- oder rothaarige Personen mit hellem Hauttyp.

Regelmässige Sonnenbestrahlung über mehrere Jahre gilt vor allem als Risiko für weissen Hautkrebs. Beim Melanom sind es hingegen Sonnenbrände in der Kindheit, die das Risiko stark erhöhen.

Tipps: So schützen Sie sich vor Hautkrebs

  • Bleiben Sie zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten. Dann ist die UV-Strahlung am stärksten.
  • Schützen Sie sich mit Hut, Sonnenbrille und langer Kleidung gegen die Sonnenstrahlen. Achtung: Glatze und Scheitel sind besonders empfindlich.
  • Cremen Sie sich mit Sonnenschutzmittel ein. Achten Sie dabei auf einen hohen Lichtschutzfaktor, mindestens LSF 30.
  • Kontrollieren Sie Ihre Muttermale regelmässig mit dem ABCDE-Schema.
  • Meiden Sie Solarien. Auch diese Strahlen können Hautkrebs begünstigen. Zudem ist es ein Irrglaube, dass Solariumbräune vor Sonnenbrand und somit vor Hautkrebs schützt.
  • Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten: bis 1 Jahr nie der direkten Sonne aussetzen und beim Baden spezielle UV-Schutz-Kleidung verwenden. Diese schützt zusätzlich zu Sonnencreme.

Mehr Tipps zum Thema Sonnenschutz erfahren Sie im Experteninterview mit Paul Scheidegger, Spezialarzt FMH für Dermatologie und Belegarzt in der internistischen Sprechstunde am KSB.

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