Bonding nach Kaiserschnitt

«Keine Inkontinenz dank Kaiserschnitt» – stimmt’s, Dr. Schäffer?

Eine vaginale Entbindung könne dem Beckenboden zusetzen und Folgeprobleme wie Inkontinenz verursachen, schreibt die NZZ. Ist dies ein Grund, um auf einen Kaiserschnitt statt eine natürliche Geburt zu setzen?

Die natürliche Geburt als Belastungsprobe für den Beckenboden: Müssen natürlich gebärende Frauen daher mit Folgeproblemen wie Inkontinenz rechnen? Diese Frage thematisiert ein Artikel der NZZ vom 9. Februar.

Dr. Leonhard Schäffer, Chefarzt für Geburtshilfe am KSB, weiss, dass das von Fall zu Fall unterschiedlich ist: «Eine Schwangerschaft, insbesondere die erste, ist bereits ein signifikanter Risikofaktor für die Entwicklung einer Inkontinenz. Der Durchtritt des Kindes durch den Geburtskanal kann dieses Risiko erhöhen. Das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass ein Kaiserschnitt das Risiko einer Inkontinenz eliminiert. Weitere Faktoren wie beispielsweise der mütterliche Body-Mass-Index (BMI), das Alter oder das Gewicht des Babys spielen ebenfalls eine Rolle.»

Kaiserschnitt: Vor- und Nachteile aufzeigen

Darüber hinaus sei eine Reihe von weiteren Einflussfaktoren in der von der NZZ zitierten Studie nicht analysiert worden, sagt Schäffer. «Es wäre daher unseriös, einer Frau zu einem geplanten Kaiserschnitt zu raten, nur um einer möglichen Inkontinenz vorzubeugen. Die Frage ‹Kaiserschnitt oder natürliche Geburt› ist wesentlich komplexer. Entsprechend gibt es diverse Aspekte zu beurteilen. Damit eine Frau seriös entscheiden kann, gilt es, ihr alle Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Auf diese umfassende Aufklärung legen wir am KSB grossen Wert.»

Geburtshilfe am KSB

Jede Geburt ist einmalig. Die persönliche Betreuung von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und der Geburt mit modernster Diagnostik, individueller Zuwendung sowie einem Ort, der Wärme und Geborgenheit ausstrahlt, machen die Geburt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Erfahren Sie mehr zur Geburt am KSB.






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