Schminktipps bei Chemotherapie: vorher und nachher

Schminktipps für Krebspatientinnen in der Chemotherapie

Eine Chemotherapie kann eine grosse physische und psychische Belastung für Patientinnen mit Brustkrebs sein. Make-up-Artistin Anita Steiner zeigt, wie sie die äusserlichen Auswirkungen der Krebsbehandlung kaschieren.

Wimpern und Augenbrauen fallen aus, die Haut rötet sich oder wirkt gelblich, die Lippen springen auf – eine Chemotherapie hat bei Patientinnen mit Brustkrebs oft auch grosse Auswirkungen auf ihr Aussehen. «An manchen Tagen hat das Äussere eben auch Auswirkungen auf das Innere», sagt Claudia Annunziata. Seit ihrer Brustkrebs-Diagnose im Mai ist sie in der Chemotherapie am KSB-Brustzentrum. Mit einem Ziel vor Augen: wieder gesund zu werden. Neben den körperlichen Beschwerden wie Übelkeit oder Erschöpfung war der Verlust ihrer Haare ein einschneidendes Erlebnis. «Ich habe mich dann rasch entschieden, sie abzurasieren», sagt Annunziata. «Aber jetzt fallen auch Augenbrauen und Wimpern langsam aus.» Da sie ein permanentes Make-up um die Augen trägt, fällt das etwas weniger auf.

Schminken mit den richtigen Produkten

Make-up-Artistin Anita Steiner hat sich intensiv mit den Auswirkungen einer Chemotherapie auf die Haut befasst. «Die Haut wird viel empfindlicher, daher ist es besonders wichtig, die richtigen (Pflege-)Produkte auszuwählen», sagt Steiner. «Ich verwende nur solche auf natürlicher Basis ohne Duftstoffe, die pH-neutral sind und strengen Kontrollen unterliegen.» Diese eignen sich für alle Hauttypen sowie für sensible Haut und Allergiker. Ansonsten riskiert man Hautirritationen oder Unverträglichkeiten. Das kann zu Juckreiz oder Ausschlägen führen. «Tragen Sie das Make-up nicht mit den Fingern auf, sondern benutzen Sie immer Make-up-Utensilien wie Pinsel, Schwämme oder Spachtel. Wichtig ist auch die regelmässige Reinigung dieser Utensilien, beispielsweise Pinsel mit Seife oder einem speziellen Pinselreiniger zu waschen. «Zudem sollte man vor dem Schminken eine Pflege mit Lichtschutzfaktor 50 auftragen», sagt Steiner. Generell gilt es, die Sonne während einer Chemotherapie eher zu meiden.

Schminken bei Chemotherapie: So geht’s

Anita Steiner ist ein Profi. Sie kennt die Tipps und Tricks für ein perfektes Make-up. «Natürlich muss man nicht jeden Tag das ganze Programm durchlaufen», sagt sie und lacht. «Oft reicht es auch, ein bisschen Rouge und Lippenstift aufzulegen, um frischer zu wirken.» Claudia Annunziata stimmt zu: «Im Alltag muss es schnell gehen.» Dennoch freut sie sich auf das Schmink-Tutorial. «Make-up kann mir helfen, nicht krank auszusehen und mich wohler zu fühlen, wenn ich nach draussen gehe», sagt sie. Anita Steiner stimmt zu: «Wenn ich Claudia durch ein paar Tipps helfen kann, sich etwas wohler während dieser schwierigen Zeit zu fühlen, tue ich das sehr gerne.» Im Tutorial erklärt Anita Steiner Schritt für Schritt, wie sich Frauen in der Chemotherapie schminken können.

Kopfbedeckung statt Perücke

Um den Kopf vor der Sonne und vor neugierigen Blicken zu schützen, setzt Claudia Annunziata auf eine Kopfbedeckung von Kopfrausch. Diese Modelle haben den Vorteil, dass sie einfach und doch variabel zu binden sind. «Ich habe zwar eine Perücke, setze sie aber nie auf», sagt Annunziata. «Ich fühle mich damit nicht wohl.» Anita Steiner zeigt, wie man die Kopfbedeckung anziehen kann.

Gesucht: Ihre Geschichte

Hinter jeder Behandlung steckt eine persönliche Geschichte. Die andere inspiriert, die anderen helfen kann. Haben Sie Lust, über Ihre Erlebnisse im KSB zu berichten? Wollen Sie anderen Mut machen? Oder glauben Sie, dass Ihre Geschichte besonders interessant und spannend ist? Wir klären das ab und stellen die Diagnose für unsere Medien. Ob Blog, Magazin oder soziale Medien – wir suchen immer aufgeschlossene Menschen, die ihre Erfahrungen teilen wollen.

Schreiben Sie uns: redaktion@ksb.ch






War dieser Artikel nützlich für Sie?
Ja Nein

Sie haben für diesen Artikel abgestimmt.

Sie haben gegen diesen Artikel gestimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Newsletter Anmeldung