Brustkrebs: Arbeiten während der Chemotherapie

Brustkrebs: Arbeiten während der Chemotherapie?

Die Diagnose Brustkrebs stellte Carina Bürgins Leben auf den Kopf. Halt fand sie während der Behandlung in ihrer Arbeit am KSB.

Krebs ist die dritthäufigste Ursache für längere Abwesenheiten vom Arbeitsplatz. Mehr als 64 000 Menschen im erwerbsfähigen Alter erhielten in den letzten fünf Jahren eine Krebsdiagnose. Viele arbeiten nach oder auch während der Krebstherapie weiter. So auch Carina Bürgin. Sie arbeitet im Sekretariat der Gastroenterologie am KSB. «Die Arbeit hat mir geholfen und war für mich ein Antrieb, morgens aufzustehen», sagt Bürgin.

Falsche Diagnose gestellt

Doch der Reihe nach. Carina Bürgin ertastete einen Knoten in ihrer Brust und suchte daraufhin einen Arzt auf. Dieser stellte die Diagnose: Drei gutartige Fibrome seien in ihrer Brust zu finden. «Da aber bereits meine Mutter an Brustkrebs gestorben war, machte ich mir trotzdem Sorgen», sagt Bürgin. «Ich erzählte meinem damaligen Chef von der Diagnose. Er schickte mich sofort zu Dr. Cornelia Leo, der Leiterin des KSB-Brustzentrums.» Nach einem Ultraschall und einer Biopsie stand fest: Alle drei Tumore sind bösartig.

Operation und Chemotherapie

Kurz nach der Diagnose Brustkrebs folgte die erste Operation. «Da nicht ganz alle Krebszellen entfernt werden konnten, musste ich ein zweites Mal operiert werden», erzählt Bürgin. Danach begann die Chemotherapie. «Während sieben Monaten erhielt ich im KSB eine hochdosierte Chemotherapie», erzählt Bürgin. «Da ich mit den Nebenwirkungen aber relativ gut zurechtkam, konnte ich während der Chemotherapie in einem 20-Prozent-Pensum arbeiten.»

Gesucht: Ihre Geschichte

Hinter jeder Behandlung steckt eine persönliche Geschichte. Eine Geschichte, die andere inspiriert, die anderen helfen kann. Möchten Sie über Ihre Erlebnisse im KSB berichten? Wollen Sie anderen Mut machen? Oder glauben Sie, dass Ihre Geschichte besonders interessant und spannend ist? Wir klären das ab und stellen die Diagnose für unsere Medien. Ob Blog, Magazin oder soziale Medien – wir suchen immer aufgeschlossene Menschen, die ihre Erfahrungen teilen wollen.

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Unterstützung vom Arbeitgeber

«Mein Chef und meine Arbeitskollegen haben mich sehr unterstützt», sagt Bürgin. «Sie waren verständnisvoll, wenn es mir mal nicht so gut ging, und haben mir Halt gegeben.» Natürlich waren auch Carina Bürgins beide Töchter ein grosser Ansporn für sie, wieder gesund zu werden.

Während der Bestrahlung arbeitete Bürgin in einem 60-Prozent-Pensum. «Auch wenn ich mal spontan ausfiel, erhielt ich viel Verständnis von meinem Chef. Er bestärkte mich stets darin, das zu tun, was mir guttat.»

Nach dem Brustkrebs wieder einsteigen

Carina Bürgin hat den Brustkrebs besiegt. Vor zwei Jahren schloss sie ihre Therapie ab und arbeitete danach wieder Vollzeit. «Ich wollte wieder meine übliche Leistung erbringen», erzählt Bürgin. «Das war nicht immer einfach, denn die Behandlung hat schon an meinen Kräften gezehrt.»

Geholfen hat ihr während der Brustkrebs-Therapie auch die psychoonkologische Betreuung im KSB. «Dadurch konnte ich viele Ängste abbauen», erzählt Bürgin. Heute arbeitet sie noch immer im KSB und vertraut weiterhin auf Cornelia Leo. «Sie hat mir das Leben gerettet, dafür bin ich sehr dankbar», sagt Bürgin.

Absenzen und Rückkehr an den Arbeitsplatz

Muss ich meinem Arbeitgeber von meiner Krebserkrankung erzählen?

Nein. Sie müssen aber Ihren Arbeitgeber informieren, wenn Sie aufgrund einer Erkrankung krankgeschrieben sind. Den genauen Befund müssen Sie ihm nicht mitteilen.

Kann ich gekündigt werden, während ich krankgeschrieben bin?

Während der Zeit, in der Sie ganz oder teilweise krankgeschrieben sind, darf Ihnen während einer gewissen Zeit nicht gekündigt werden – je nach Dauer des Arbeitsverhältnisses bis zu sechs Monate.

Wann und wie kehre ich an den Arbeitsplatz zurück?

Oft bietet sich eine flexible Lösung nach Ihrer Krankschreibung an: Sie kehren an Ihren Arbeitsplatz zurück, aber vorerst nur in einem Teilzeitpensum. Manche möchten auch sofort wieder Vollzeit einsteigen. Dieser Entscheid ist sehr individuell.

Unterstützung während der Brustkrebs-Therapie

Das interdisziplinäre Brustzentrum am KSB bietet Patientinnen mit diversen Angeboten Unterstützung – von der Selbsthilfegruppe über Physiotherapie bis zum psychoonkologischen Dienst.






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