Symbolbild: Zwei Sportler und ihre Fitness-Apps

Fitness-Apps: Getestet vom Orthopäden

Der Orthopäde Patrick Vavken bewertet vier beliebte Fitness-Apps nach den Kriterien Effektivität, Verletzungsgefahr und Benutzerfreundlichkeit. Erfahren Sie, welche App dabei am besten abschneidet.

Abnehmen oder sich fit halten geht ganz einfach zu Hause – das zumindest versprechen die gängigen Fitness-Apps. Doch nicht alle Apps sind gleich effektiv. Hinzu kommt, dass die Verletzungsgefahr je nach Übung variieren kann. Einige Kriterien helfen dem User, die Qualität der Apps besser einzuschätzen. So sollte das Training aus drei Teilen bestehen: Aufwärmen, Hauptteil und Cool-down-Phase. Zudem erklärt eine professionelle App die Übungen verständlich und mit Bildern oder Videos. Denn das falsche Ausführen von Übungen führt zu Verletzungen oder Fehlbelastungen. Des Weiteren gilt auch einübersichtliches Dashboard als Kriterium für die Benutzerfreundlichkeit.

Die Fitness-Apps im Vergleich

Viele Fitness-Apps bieten eine kostenlose Basis- oder Testvariante und eine zahlungspflichtige Vollversion. Die Kosten variieren je nach Trainingsplänen und Upgrades, wobei Basisvarianten sich gut zum Testen und Vergleichen eignen. So hat der Orthopäde Patrick Vavken vier beliebte Fitness-Apps einen Monat lang getestet und nach den Kriterien Effektivität, Verletzungsgefahr und Benutzerfreundlichkeit bewertet. Alle Apps sind sowohl für Android als auch für iOS verfügbar.






Fazit: Bodyweight Fitness

Effektivität: 6
Die Bodyweight-Fitness-App verspricht eine bessere Fitness, mehr Kraft und Dehnbarkeit. Je nach Fitnesslevel kann der User zwischen verschiedenen Übungsroutinen wählen, beziehungsweise den Schwierigkeitsgrad entsprechend steigern. «Die Übungen mit dem Körpergewicht sind effektiv und einfach umzusetzen», sagt Patrick Vavken.

Verletzungsgefahr: 6
«Alle alle Übungen funktionieren nur mit Eigengewicht und ohne zusätzliche Materialien, dadurch ist die Verletzungsgefahr gering», so der Orthopäde. Zudem seien die Übungen verständlich erklärt.

Benutzerfreundlichkeit: 3
Die Bodyweight-Fitness-App verfügt über ein Dashboard, auf dem die Fortschritte, Statistiken und Trainingsroutinen abgebildet sind. «Das Design überzeugt mich allerdings nicht», sagt Vavken. «Es ist weder durchdacht geschweige denn benutzerfreundlich.» Die App bietet ferner auch Videos zu den Übungen an. «Diese sind zwar demonstrativ, erinnern jedoch vom Stil her eher an Yoga-Videos», kritisiert Vavken. «Nichts für mich», lautet daher sein Fazit.






Fazit: Seven – 7 Minuten Training

Effektivität: 6
Jeden Tag sieben Minuten trainieren und fit werden – so lautet das Versprechen der App. Mit personalisierten Trainingsplänen sowie ohne Geräte soll der User schnelle Ergebnisse erzielen. Des Weiteren bietet die Fitness-App Programme zum Abnehmen, fürs Kraft- oder Ausdauertraining. «Mein Favorit – schliesslich benutze ich die App immer noch», resümiert Vavken. «Sieben Minuten täglich hat wirklich jeder Zeit.»

Verletzungsgefahr: 6
«Der User benötigt keine Geräte und die Übungen sind einfach nachzumachen, insofern besteht kaum eine Verletzungsgefahr», so Patrick Vavken.

Benutzerfreundlichkeit: 5
Die Übungen werden mit Beschreibungen, Fotos und Videos erklärt – «verständlich, schlicht und durchdacht designt», konstatiert Vavken. Besonders positiv aus seiner Sicht: Man kann trotz der Sprachausgabe der App nebenher Musik zum Training hören. «Hinzu kommt, dass mich die Fitness-App nicht ständig mit Push-Meldungen oder Upgrade-Aufforderungen belästigt.»






Fazit: 30 Tage Fitness Challenge

Effektivität: 3
Laut der Beschreibung dieser Fitness-App sieht der User nach 30 Tagen deutliche Resultate. Dafür stellt ihm die App Fitnesspläne und Video-Tutorials für die Übungen zur Verfügung. «Während 30 Tagen muss man wirklich jeden Tag Zeit haben. Zudem sollte man Utensilien wie eine Matte oder Gewichte zur Hand haben», sagt Vavken. «Mit meinem Alltag ist das nicht kompatibel, daher konnte ich das Programm auch nicht richtig durchziehen.»

Verletzungsgefahr: 3
«Die zusätzlichen Materialien erhöhen die Verletzungsgefahr», sagt Vavken.

Benutzerfreundlichkeit: 3
Benutzerfreundlich und professionell designt sei die App zwar, so Vavken. Aber: «Gleich nach der Installation kommt schon die erste Kaufaufforderung – ein No-Go.» So läppern sich denn auch die Kosten für die verschiedenen Fitness-Programme der App rasch. «Da kann ich gleich ein Abo in einem Fitness-Studio lösen», meint Vavken.

Keine Lust auf Fitness-Übungen zu Hause?

Trainieren Sie lieber in einem Fitnesszentrum unter professioneller Anleitung und mit verschiedenen Geräten? Das Ärztezentrum Limmatfeld bietet verschiedene Programme an, um fit zu bleiben oder zu werden. Dazu gehört auch eine Beratung für eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil.






Fazit: Freeletics – Workout & Fitness

Effektivität: 4
Abnehmen, Muskeln aufbauen, fitter werden – ganz ohne Gym. Das verspricht diese Fitness-App dank den HIIT-Workouts (hochintensives Intervalltraining) dem User. Personalisierte Trainingspläne sollen zu schnellen Resultaten führen. «Auch hier gilt es, sich für sechs bis zwölf Wochen der Fitness-App zu verschreiben», kritisiert Vavken die Alltagstauglichkeit. «Die Übungen sind aber sehr vielfältig und individualisiert.»

Verletzungsgefahr: 3
«Würde man nur mit Eigengewicht trainieren, wäre die Verletzungsgefahr erheblich kleiner», so der Orthopäde.

Benutzerfreundlichkeit: 5
«Entsprechend dem recht hohen Preis der App kommt das Design daher – schlicht, schön und durchdacht», sagt Vavken. «Was mich jedoch stört: die ständigen E-Mails, die einen zu Upgrades auffordern.»

Patrick Vavken

Orthopädische Sprechstunde im Ärztezentrum Limmatfeld

Haben Sie sich beim Sport oder bei anderen Aktivitäten eine Verletzung zugezogen? Patrick Vavken untersucht und behandelt Beschwerden in der orthopädischen Sprechstunde im Ärztezentrum Limmatfeld.

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