Illustration einer Frau und eines Mannes

Das sind die wichtigsten Hormone

Hormone sind fleissige Helferlein: Sie steuern nicht nur unseren Sexualtrieb, sondern rüsten den Körper für Herausforderungen oder stellen sicher, dass der Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist. Folgende Übersicht gibt einen Einblick in die Welt der Hormone.

Illustration des menschlichen Körpers
plus

Cortisol

minus minus

Cortisol

Illustration des Hormons Cortisol

 

 

 

Produktion: Nebennierenrinde

Wirkung: Cortisol regt bei körperlichem oder geistigem Stress den Stoffwechsel an. Dieser stellt daraufhin zusätzliche Energie zur Verfügung. Zudem hemmt das Hormon das Immunsystem und wirkt gegen Entzündungen. Meistens produziert der Körper in den frühen Morgenstunden mehr Cortisol, damit man bereit ist, in den Tag zu starten.

Mangel: Symptome wie Erschöpfung, Schwächegefühl, Magen-Darm-Beschwerden oder Salzhunger deuten auf einen Cortisolmangel hin.

Therapie: Bei einem Mangel ist eine Substitution nötig. Selten kann auch ein Überschuss vorkommen. Hier hilft eine Operation oder Medikamente.

plus

Thyroxin

minus minus

Thyroxin

Illustration des Hormons Thyroxin

 

 

 

Produktion: Schilddrüse

Wirkung: Thyroxin und weitere Hormone der Schilddrüse stellen Energie zur Verfügung und sind für den Wärmehaushalt im Körper zuständig.

Mangel: Produziert die Schilddrüse zu wenig des Hormons, fühlen sich Betroffene erschöpft, frieren, haben brüchige Nägel und trockene Haare. Zudem leiden sie an einer unkontrollierbaren Gewichtszunahme. Bei einer Überfunktion steht hingegen zu viel Energie bereit. Das führt zu übermässigem Schwitzen, Nervosität, Herzklopfen und starker Gewichtsabnahme.

Therapie: Oft ist eine sogenannte Hashimoto-Krankheit der Grund für einen zu tiefen Thyroxinspiegel. Medikamente können dann helfen, den Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion richtet sich die Behandlung nach der Ursache.

plus

Somatotropin

minus minus

Somatotropin

Illustration des Hormons Somatotropin

 

 

 

Produktion: Hypophyse

Wirkung: Das Hormon regt das Knochen- und Körperwachstum an. Zudem unterstützt es die Verdauung bei der Eiweiss- und Fettverdauung.

Mangel: Produziert der Körper im Kindesalter zu wenig Somatotropin, verlangsamt sich dessen Wachstum. Das führt zu Kleinwuchs als Erwachsene.

Therapie: Das fehlende Hormon wird Kindern mehrmals verabreicht. Das führt häufig zu einem normalen Wachstum, Nebenwirkungen wie Gelenkbeschwerden oder allergische Reaktionen sind selten. Bei einem seltenen Überschuss ist meist eine Operation der Hypophyse nötig.

plus

Vasopressin

minus minus

Vasopressin

Illustration des Hormons Vasopressin

 

 

 

Produktion: Hypothalamus

Wirkung: Das Hormon hält Wasser im Körper zurück und sorgt damit für einen guten Wasserhaushalt. Wenn man Alkohol trinkt, hemmt dies die Produktion von Vasopressin. Deshalb muss man während oder nach dem Alkoholkonsum häufiger zur Toilette.

Überschuss: Während eine Überproduktion die Wasserausscheidung hemmt, führt ein Mangel zu einem starken Durstgefühl und extremem Harnverlust. Beides bringt den Mineralhaushalt im Körper aus dem Gleichgewicht und beeinflusst den Blutdruck.

Therapie: Bei einem Mangel muss das Hormon als Medikament zugeführt werden. Bei einem Überschuss wird die verursachende Grundkrankheit behandelt und eine reduzierte Flüssigkeitszufuhr angestrebt.

plus

Prolaktin

minus minus

Prolaktin

Illustration des Hormons Prolaktin

 

 

 

Produktion: Hypophyse

Wirkung: Prolaktin sorgt dafür, dass die Brustdrüsen bei Müttern nach der Geburt Milch bilden. Das Trinken des Babys regt die Bildung des Hormons an. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit verhindert es zudem die Ausschüttung anderer Hormone, was wiederum den Menstruationszyklus hemmt.

Überschuss: Eine zu hohe Konzentration des Hormons kann zu Unfruchtbarkeit führen. Die Gründe für eine Überproduktion sind vielseitig: Medikamente, Schilddrüsenunterfunktion, Nierenschwäche oder körperlicher Stress. Aber auch ein Prolaktin-bildender Tumor kann einen Überschuss des Hormons verursachen.

Therapie: Je nach Ursache helfen Medikamente, die den Prolaktinwert normalisieren. Ist der Grund für den Überschuss ein Tumor, wird dieser mit Medikamenten behandelt.

plus

Testosteron

minus minus

Testosteron

Illustration des Hormons Testosteron

 

 

 

Produktion: bei Männern in den Hoden, bei Frauen in den Eierstöcken und den Nebennierenrinden

Wirkung: Das wichtigste männliche Geschlechtshormon ist das Testosteron. Unter seinem Einfluss entwickeln sich Penis, Hoden und Prostata. Es ist für den Sexualtrieb und die Bildung der Spermien verantwortlich, sorgt für Stimmbruch, Muskel- und Bartwuchs. Auch bei Frauen ist das Hormon für die sexuelle Lust und das Muskelwachstum zuständig.

Mangel: Bei einem Mangel schwindet die Libido, Betroffene fühlen sich müde und schlapp, die Hoden verkleinern sich. Zudem leiden betroffene Männer an Erektionsschwäche. Bei Frauen führt ein Mangel allenfalls zu verminderter Libido.

Therapie: Die Gründe für einen Testosteronmangel sind vielfältig. Je nach Ursache unterscheidet sich die Therapie, häufig helfen Hormonersatzpräparate.

plus

Östrogene

minus minus

Östrogene

Illustration des Hormons Östrogen

 

 

 

Produktion: Eierstöcke, Nebennierenrinde

Wirkung: Bei Frauen steuern die Östrogene den Menstruationszyklus, wirken auf den Stoffwechsel und die Knochenbildung. Auch Männer haben Östrogene, allerdings in viel geringeren Mengen. Auch bei ihnen haben die Östrogene Einfluss auf den Stoffwechsel.

Mangel: Die weiblichen Wechseljahre gehen mit einem Östrogenmangel einher. Die Symptome sind Hitzewallungen, depressive Verstimmungen, nächtliche Schweissausbrüche und Libidoverlust. Bei jüngeren Frauen zeigt sich ein Mangel häufig in Zyklusstörungen.

Therapie: Meistens hilft eine Hormonersatztherapie mittels Tabletten oder Pflastern.

plus

FSH & LH

minus minus

FSH & LH

Illustration der Hormone FSH und LH
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und Luteinisierendes Hormon (LH).

 

Produktion: Hypophyse

Wirkung: Bei der Frau sorgen diese Hormone dafür, dass jeden Monat eine Eizelle reift. Beim Mann fördern sie die Spermienbildung und die Testosteronproduktion in den Hoden.

Mangel: Mögliche Ursachen für einen Mangel sind zu viel Sport, Essstörungen, Stress oder aber eine geschädigte Hypophyse. Ein Mangel kann die Fruchtbarkeit einschränken.

Therapie: Die Therapie unterscheidet sich je nach Ursache. Je nachdem bringt eine Änderung der Lebensumstände bereits eine Besserung, oder aber es sind Medikamente nötig.

Hormontherapien am KSB

Die Endokrinologie am Kantonsspital Baden befasst sich mit der Abklärung und Behandlung von Krankheiten der Hormondrüsen, wie der Schild- und Bauchspeicheldrüse oder der Nebennieren. Wenden Sie sich für eine Sprechstunde an endokrinologie@ksb.ch.






Mehr zum Thema:

Top

Flop

Sie haben für diesen Artikel abgestimmt.

Sie haben gegen diesen Artikel gestimmt.

Newsletter Anmeldung