Das Zeichen für Männlichkeit mit Pillen nachgestellt

Erektionsstörungen: Penispumpen und Ernährung können helfen

Leidet Mann unter Erektionsstörungen, so stellen Potenzmittel nicht die einzige Lösung dar. Das KSB greift auf eine Vielzahl von möglichen Behandlungsmethoden zurück. Dazu gehören Physiotherapie, Ernährungsberatung, Penispumpen oder aber kleinste Ballons.

Leiden Sie an Erektionsstörungen und sind über 60 Jahre alt? Sie sind nicht allein! Je nach Studie gehören Sie ab dem Pensionsalter sogar zur Mehrheit, wenn «da unten» nicht mehr alles reibungslos funktioniert.

Anstatt direkt zu Viagra und Co. zu greifen, sollten Sie im Gespräch mit einer Fachperson mögliche Ursachen und das genaue Problem herausfinden. Nicht jede Erektionsstörung ist auch eine erektile Dysfunktion, und nicht bei jeder erektilen Dysfunktion liegt die Ursache im Genitalbereich.

Erektionsstörung oder erektile Dysfunktion?

Eine Erektionsstörung kann vorliegen, wenn der Penis über Wochen oder Monate beim Geschlechtsverkehr wiederholt erschlafft oder gar nicht erst hart wird. Das kann vielerlei Gründe haben: Stress, gesundheitliche Beschwerden oder auch Unsicherheit. Die Faustregel der WHO lautet: Hat man über eine Zeitdauer von sechs Monaten in mindestens zwei Dritteln der Fälle Probleme mit der Erektion, so spricht man von einer erektilen Dysfunktion.

Viele mögliche Gründe

Denn die Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind mannigfaltig: psychische Probleme, Hormonstörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder – und das ist der wichtigste Punkt – Durchblutungsstörungen. Fliesst das Blut nicht mehr richtig in den Penis, kommt auch keine Erektion zustande. Und diese Störung kann den ganzen Körper betreffen. Dann gilt es zu handeln.

Heute Erektionsstörung, morgen Herzinfarkt

Wenn die Durchblutung nämlich gestört ist, besteht die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts. Über 70 Prozent der Herzinfarktpatienten litten vor dem Herzinfarkt unter Erektionsstörungen. Dies hat eine Studie ergeben.

Wird der Penis nicht ausreichend mit Blut versorgt, so ist es gut möglich, dass auch Herz oder Gehirn an Blutmangel leiden. Denn eine Durchblutungsstörung ist häufig nicht auf den Genitalbereich beschränkt. Entstehen in den Gefässen Gerinnsel, sogenannte Thrombosen, kann das tödliche Folgen haben. Dann nämlich, wenn Gehirn oder Herz nicht mehr genug Blut erhalten. Die erektile Dysfunktion ist also ein mögliches Frühwarnsignal.

Mögliche Behandlungen bei Erektionsstörungen

  • Eine ausgewogene Ernährung ist der erste Schritt, um Übergewicht abzubauen und die Blutwerte zu verbessern.
  • Sport regt Durchblutung und Muskulatur an. Übungen für die Beckenmuskulatur stärken zudem die Muskeln, die bei einer Erektion zum Zuge kommen.
  • Penispumpen lassen den Penis mittels Vakuum ersteifen. Ein Ring, der über den Penis gestülpt wird, verhindert, dass das Blut zu schnell wieder abfliesst.
  • Es gibt verschiedene Potenzmittel, die eine temporäre Erektion versprechen. Sei es eine Tablette oder eine Spritze.
  • Bei verengten Arterien kann der Arzt in einem Eingriff einen Ballonkatheter in die Blutbahn einführen und ihn aufblasen. Das dehnt die betroffene Stelle der Arterie. Bei Bedarf stützt ein Stent, also ein kleines Metallgitter, die Blutbahn langfristig.
  • In seltenen Fällen kommt das Schwellkörperimplantat zum Zug. Dieses wird operativ eingesetzt und ist manuell auffüllbar.

Prävention ist die beste Medizin

Da Durchblutungsstörungen die häufigste Ursache für Erektionsstörungen und erektile Dysfunktion sind, sollte man deren Risikofaktoren reduzieren. Darunter fallen Rauchen, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus. Gesunde, ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und auch sexuelle Aktivität – besonders in jungen Jahren – minimieren das Risiko, Potenzprobleme zu entwickeln.

Mit dem besten Stück ist sorgfältig umzugehen. Deshalb ist es sinnvoll, Beschwerden gezielt anzugehen. Unser Mini-Quiz gibt eine Einschätzungshilfe: Sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben oder erst einmal zuwarten?

Die Männersprechstunde am KSB

Das KSB hat eigens für Erektionsstörungen, Prostatabeschwerden und Co. die Männersprechstunde ins Leben gerufen. Ein interdisziplinäres Ärzteteam kümmert sich um Ihr Leiden und bespricht weitere Schritte mit Ihnen – ganz diskret. Beschreiben Sie Ihr Leiden kurz in einer E-Mail an maennergesundheit@ksb.ch oder am Telefon an 056 486 30 12.






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