Patientin Stefanie J. wurde mit einer Radiojodtherapie behandelt

Schilddrüsenüberfunktion: beschwerdefrei dank Radiojodtherapie

Jahrelang litt Stefanie J. an einer Schilddrüsenüberfunktion. Ihr Hausarzt verschrieb ihr deshalb Medikamente. Diese konnten zwar die Symptome lindern, nicht aber die Ursache beheben. Wie das Schlucken einer radioaktiven Kapsel der 46-Jährigen half, erfahren Sie im Video.

Sehr starke Rückenschmerzen, nächtliches Erwachen, Herzrasen und Schweissausbrüche: Mehrere Jahre lang litt Stefanie J. an einer Schilddrüsenüberfunktion. Die Ursache dafür war ein Knoten, der zu viele Hormone produzierte, die wiederum ihr Herz und ihren Metabolismus stimulierten. «Da diese Überstimulation für den Körper sehr belastend ist, sollte die übermässige Hormonausschüttung gestoppt werden», sagt Irene Burger, Chefärztin Nuklearmedizin am KSB.

«Die Betreuung am KSB habe ich als sehr angenehm empfunden. Ich bin sehr froh, dass ich mich für die Radiojodtherapie entschieden habe.»
Stefanie J.

Eine Schilddrüsenüberfunktion, die durch einen autonomen Knoten verursacht ist, kann mit Medikamenten kompensiert, aber nicht geheilt werden. Dies geht nur durch eine Radiojodtherapie oder eine operative Entfernung. Da die Bankangestellte nicht dauerhaft Medikamente einnehmen wollte und zudem einen operativen Eingriff ablehnte, entschied sie sich für eine Radiojodtherapie. Diese stellt bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen – wie beispielsweise einer Überfunktion (Morbus Basedow/funktionelle Autonomie) oder einer Vergrösserung der Schilddrüse (Struma) – eine nebenwirkungsarme Alternative zur Operation dar. Im Falle eines Schilddrüsenkrebses (Karzinom) wird die Radiojodtherapie in Ergänzung zur Operation eingesetzt.

Wie Stefanie J. die Radiojodtherapie am KSB erlebt hat, erfahren Sie im Video.

Loading the player...

Die Therapie: einmalig eine Kapsel schlucken

Die Behandlung selbst besteht aus dem Schlucken einer Kapsel, die eine genau berechnete Dosis an radioaktivem Jod enthält. «Diese Menge an ‹strahlendem› Jod wird vom Knoten aufgenommen und reicht genau aus, um das aktive Gewebe zu bremsen. Andere Organe werden dabei weitestgehend geschont», erklärt Irene Burger.

Aufgrund der Strahlung des Medikaments müssen Patienten für zwei bis fünf Tage stationär in einem sogenannten Isolationszimmer aufgenommen werden. «Nach dem Schlucken der Kapsel brauchte die Patientin ein bisschen Geduld. Denn sie musste so lange im KSB bleiben, bis die radioaktive Strahlung, die von ihr ausging, den gesetzlichen Grenzwert unterschritten hatte.»

Mittlerweile sind vier Monate vergangen. Stefanie J. konnte ihre Medikamente bereits komplett absetzen. «Die Betreuung am KSB habe ich als sehr angenehm empfunden. Ich bin sehr froh, dass ich mich für die Radiojodtherapie entschieden habe», so das Fazit der genesenen Patientin.

Nuklearmedizin am KSB

Erfahren Sie mehr über die Radiojodtherapie am KSB. Oder vereinbaren Sie einen Termin in der nuklearmedizinischen Abteilung zur Besprechung der weiteren Behandlung Ihrer Schilddrüsenerkrankung: nuklearmedizin@ksb.ch






Mehr zum Thema:

Top

Flop

Sie haben für diesen Artikel abgestimmt.

Sie haben gegen diesen Artikel gestimmt.

Newsletter Anmeldung