Illustration von vaginalem Ausfluss in einer Unterhose.

Scheidenausfluss: Das sagen Farbe und Geruch über Ihre Gesundheit

Scheidenausfluss ist normal. Verändert das weisse Sekret jedoch Farbe, Konsistenz oder Geruch, sollten Sie zur Gynäkologin oder zum Gynäkologen gehen. Denn dahinter könnte eine Infektion stecken, die behandelt werden sollte – vor allem während einer Schwangerschaft.

Der Scheidenausfluss ist ein wichtiger Indikator, wenn es um Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane geht. Ist er weisslich oder durchsichtig und riecht kaum, ist alles bestens. Stellen Sie jedoch fest, dass sich Geruch, Farbe oder Konsistenz ändern, ist dies ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. Denn werden Infektionen nicht frühzeitig entdeckt und behandelt, begünstigt dies weitere Infektionen. Diese führen im schlimmsten Fall zu Unfruchtbarkeit. Bei Schwangeren kann eine Infektion sogar zur Frühgeburt führen. Die B-Streptokokkeninfektion beispielsweise ist in der Schwangerschaft besonders problematisch. Bleibt sie unerkannt, kann sie während der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und schwere Neugeboreneninfektionen bis hin zur Sepsis (Blutvergiftung) auslösen.

Mit unserer Übersicht stellen Sie fest, ob Ihr Scheidenausfluss normal ist oder ob Sie besser zum Arzt gehen.

So bleibt die Vaginalflora im Gleichgewicht

Eine intakte Vaginalflora ist wichtig für eine gesunde Scheide. Der pH-Wert liegt dabei im sauren Milieu zwischen 4,2 und 5. Damit ist sie gut geschützt gegen Krankheitserreger. Sie mögen Säure nicht und können sich dadurch schlechter vermehren. Deshalb ist es wichtig, das natürliche Gleichgewicht nicht zu stören:

  • Intimhygiene: Normales Duschgel. Seifen und auch Intimsprays reizen die Haut und stören das Scheidenmilieu. Tägliches Waschen unter der Dusche mit lauwarmem Wasser genügt.
  • Intimbereich nach dem Waschen sorgfältig, aber sanft trockentupfen.
  • Safer Sex: Kondome schützen vor sexuell übertragbaren Geschlechts- und Infektionskrankheiten.
  • Nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten wischen, damit keine Darmkeime in die Scheide gelangen.
  • Feuchtwarmes Milieu vermeiden: Keine enge, synthetische Kleidung tragen, keine oder luftdurchlässige Slipeinlagen verwenden, feuchte Slipeinlagen und Binden wechseln, nasse Badekleidung sofort ausziehen.

Gynäkologie am KSB

Hat sich Ihr Scheidenausfluss in letzter Zeit verändert? Besuchen Sie unsere gynäkologische Sprechstunde. Unsere Fachärzte beantworten Ihre Fragen und klären die Ursache.

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